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                                 letzte Aktualisierung: 22.02.2010

Schläger- und Bespannungstipps 

Für welchen Tennisschläger soll ich mich entscheiden? Welcher Schläger passt zu mir?

Diese und ähnliche Fragen bekomme ich immer wieder gestellt. Eine allgemeingültige Antwort dafür gibt es aber nicht. Zur Auswahl des richtigen Rackets sollte man viele Dinge berücksichtigen. Ganz wesentlich ist zunächst einmal, ob ich Tennisanfänger, Hobbyspieler, Fortgeschrittener, Clubspieler, Meden- oder Ranglistenspieler oder vielleicht sogar Tennisprofi bin. Weiterhin sollte man sich darüber im Klaren sein, welches Ziel ich mit meinem Tennisspiel erreichen will. Will ich einfach nur so oft wie möglich den Ball zu meinem Tennispartner spielen oder will ich mein Spiel wirklich verbessern, selbst Druck ausüben und meine Punkte gezielt vorbereiten. Habe ich vielleicht schon irgendwelche Probleme mit meinem Schlagarm oder meiner Schulter. Solche und viele andere Fragen sollte man jedem Kunden vor der Auswahl eines geeigneten Tennisschlägers stellen. Für ein ganz bestimmtes Modell sollte sich jedoch jeder erst dann entscheiden, wenn er den Rahmen 8 – 10 Stunden getestet (möglichst an vier oder 5 verschiedenen Tagen innerhalb eines Zeitraums von ca. 2 Wochen) und danach das Gefühl hat, dass dieses Racket tatsächlich seinen Bedürfnissen entspricht. Ein guter Verkäufer räumt ihnen diese Zeit auch ein, denn er muss ein Interesse daran haben, dass sein Kunde mit seinem Arbeitsgerät zufrieden ist. Nur dann kommt dieser auch wieder, lässt seinen Rahmen frisch bespannen, kauft vielleicht noch einen Zweitschläger und später vielleicht in ein paar Jahren auch wieder ein neues Racket.

Kinder

Am leichtesten ist die Beratung für unsere kleinsten Tennisfreunde. Hier gibt es von den Schlägerherstellern mit dem jeweiligen Racket gleich die Empfehlungen, für welches Alter bzw. für welche Größe sich der Rahmen anbietet. Hierbei sollte man dann aber noch berücksichtigen, ob die Größe des Kindes auch Alters entsprechend ist. Einige Hersteller bezeichnen den Schläger auch gleich mit der empfohlenen Maximalgröße des Kindes, z. B. „Nick 140“, ein Rahmen der bis zu einer Größe von 140 cm geeignet ist. Die Kinderschläger selbst haben insgesamt jeweils Einheitsgrößen, bei der Rahmenbeschaffenheit gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. Die ganz billigen Rahmen für die Altersbereiche von 3 – 8 Jahren sind fast grundsätzlich aus Aluminium und damit auch ziemlich unempfindlich, was den Gebrauch betrifft. Wenn die „Kids“ mit ihrem Racket nach draußen gehen und dort auf der Straße bzw. am Haus gegen Wände und Mauern spielen oder das Garagentor bearbeiten, so nimmt der Schläger das Zusammentreffen mit härteren Gegenständen nicht unbedingt gleich übel. Grundsätzlich anders sieht dies aus, wenn es sich bereits um einen Rahmen handelt, der aus Carbon, Graphite oder sonstigen Materialien besteht. Hier kann schon ein „falscher“ Schlag bewirken, dass der Schläger plötzlich achteckig ist. Für Kinder ab 8 Jahren, die das Tennisspielen wirklich und ernsthaft erlernen wollen, bieten sich solche Rahmen aber ohne jede Einschränkung an. Die führenden Schlägerhersteller (Wilson, Head, Prince, Völkl, Babolat, Pro Kennex usw.) haben hier eine breit gefächerte Auswahl an sehr empfehlenswerten Rackets in allen möglichen Preisklassen. Oft ist dabei auch die Miniaturausgabe des im Erwachsenenbereich gerade aktuellen Schlägers enthalten, der auch in Form und Farbgestaltung diesem Racket entspricht. Für so manchen dieser Schläger muss man dann aber schon 60 € und mehr hinlegen. Der sonstige Preisrahmen liegt zwischen 20 und 60 €.

Tennisanfänger

Hier befassen wir uns jetzt mit den Leuten, die den Entschluss gefasst haben, mit dem Tennisspielen anzufangen und dazu einen Schläger aus dem Erwachsenenbereich benötigen.

Aus eigener Erfahrung hier zunächst einmal der dringende Rat, unbedingt die ersten Stunden – wenn dies irgendwie möglich ist - bei einem erfahrenen Trainer Unterricht zu nehmen. Dies hat den unschätzbaren Vorteil, dass man gleich zu Beginn die richtige Technik (Vorhand- und Rückhandgriff, Ausholbewegungen, richtiger Treffpunkt, Ausschwung usw.) erlernen kann. Hat man sich durch sog. „wildes Spielen“ erst einmal die eine oder andere Unart angewöhnt, dauert es sehr lange und erfordert eine ungeheure Disziplin, sich im Nachhinein erst die richtige Technik anzueignen.

Der Schläger spielt in diesem Anfangsstadium keinesfalls die Hauptrolle. Es muss dringend davor gewarnt werden, sich gleich einen Profirahmen anzuschaffen, denn diese Rackets kann man nur erfolgreich spielen, wenn bereits eine gewisse Technik und Schlagpräzision vorhanden ist.

Für die ersten Wochen und Monate genügt sicherlich ein preisgünstiger Rahmen mit einer mittleren bis größeren Schlagfläche von ca. 650 – 690 cm³. Auch ist es bestimmt kein Nachteil, wenn dieser Schläger einen etwas breiteren Rahmen hat, denn dies erhöht den Komfort des Schlägers in Bezug auf die Armschonung, während die größere Schlagfläche den optimalen Treffpunkt vergrößert und somit mehr Erfolgserlebnisse zulässt. Ohne jede Einschränkung kann man in dieser Phase auch einen gebrauchten Schläger benutzen, den ein Bekannter vielleicht als Ersatzschläger in seiner Tennistasche mitführt. Nur ist es sehr wichtig, dass dieser Schläger auch wirklich noch eine intakte Bespannung hat. Fast alle Spieler und Spielerinnen, die ich in der Vergangenheit kennen gelernt habe, haben mehrere Schläger zur Verfügung, unter diesen jedoch immer einen Rahmen, den sie irgendwie bevorzugen. Der oder die anderen Schläger werden wirklich nur genommen, wenn die Bespannung nicht rechtzeitig fertig wurde oder der Lieblingsschläger tatsächlich einmal während eines Matches reißt. Muss man dann zum Ersatzracket greifen, wird man schnell feststellen, dass die Bespannung nicht mehr in Ordnung ist, weil der Schläger schon monate-, ja vielleicht schon jahrelang unbenutzt in der Schlägertasche liegt und natürlich auch dadurch seine ursprüngliche Bespannungshärte weitestgehend verloren hat.

TIPP: 

Personen, die regelmäßig Tennis spielen, haben zumeist 2 gleiche Schläger. Diese Rahmen sollte man jeweils miteinander frisch bespannen lassen und beide Schläger dann abwechselnd spielen. Unter normalen Umständen sind beide Schläger dann in etwa zum gleichen Zeitpunkt wieder "reif" für die nächste Bespannung.

Hobbyspieler

Unter diesem Personenkreis verstehe ich solche Spieler, die nicht in einer Mannschaft spielen, jedoch schon häufiger zum Racket greifen und in einer gewissen Regelmäßigkeit auf dem Tennisplatz stehen. Sie verfügen schon über eine gewisse Routine und können ihre Schläge mit einer gewissen Erfolgsquote platzieren und je nach Bedarf beschleunigen bzw. verlangsamen.

Der Schlägerauswahl sind hier eigentlich keine Grenzen gesetzt. Da sich unter den Hobbyspielern fast alle mögliche Personen mit den unterschiedlichsten Schlagvarianten befinden, so kann hier eigentlich nur der „gute“ Rat des Verkäufers oder eines Freundes helfen, der schon längere Zeit selbst Tennis spielt und deswegen seinen eigenen Erfahrungsschatz einbringen kann. 

Teil 2

Wenn man sich die Testergebnisse bezüglich der Tennisschläger in den Fachzeitschriften der letzten Jahre einmal genau betrachtet, so gibt es heute kaum noch richtig „schlechte“ Schläger. Die einzelnen Modelle haben möglicherweise in der einen oder anderen Testsparte (Beschleunigung, Komfort, Präzision, Armschonung usw.) mehr oder weniger gute Benotungen erhalten, insgesamt sind fast alle in den letzten Jahren getestete Schläger aber immer noch spielbar. Es kommt hier vielmehr darauf an, welche Vorteile der einzelne Spieler für seine Spielweise benötigt.

Der Tennisspieler, der sowieso Probleme mit seiner Armmuskulatur hat, wird sich einen Schläger suchen, der viel Armschonung verspricht. Der offensive Spieler, der aggressives Angriffstennis spielt, wird mehr Wert auf die Beschleunigung legen und in diesem Bewertungspunkt Prioritäten setzen. Viele Schläger weisen auch Bestnoten in mehreren Testsparten auf, es gibt jedoch fast keinen Schläger, der überall Spitzenwerte aufweist. Hier muss jeder Spieler durch einfaches Austesten selbst für sich zum bestmöglichen Ergebnis kommen.

In diesem Zusammenhang muss ich wieder darauf hinweisen, dass man bei jedem Schläger selbstverständlich auch mit der Auswahl der Tennissaite einiges bewirken kann, was Komfort, Beschleunigung und Armschonung betrifft. Klar wird dies, wenn man sich einmal überlegt, dass auf den getesteten Schlägern ja nur eine bestimmte Saite aufgezogen wird. Diese Saite kann nicht in allen Kriterien Spitzenergebnisse bringen.

Sehr wohl kann ich jedoch mit der Auswahl der Saite auf fast jedem Schläger Einfluss darauf nehmen, dass z. B. die Armschonung zunimmt oder aber eine größere Beschleunigung erreicht wird. Hier kann Ihnen Ihr Bespanner sicherlich wertvolle Tipps geben, wenn er Ihren Schläger kennt und auch weiß bzw. sich bei Ihnen erkundigt, wie Ihre Spielweise genau aussieht.

 

TIPP         

Aus den letzten Absätzen kann man deutlich herauslesen, dass man seinen Schläger wohl am besten dadurch findet, dass man diesen ausgiebig testet. Hier haben jedoch fast alle Spieler bzw. Spielerinnen, die ich kenne, ihre Probleme, weil sie sich nicht genügend Zeit für das Testen lassen. Im schlimmsten Fall wollen sie gleich mehrere Schläger mitnehmen, spielen mit diesen dann kaum 5 Minuten und meinen tatsächlich, sich schon ein abschließendes Urteil erlauben zu können. Tatsache ist jedoch, dass man im Regelfall mindestens zwischen 8 und 10 Stunden (an mehreren Tagen) benötigt, um ein vorläufiges Urteil über den Schläger fällen zu können. Es gibt Tage, an denen man selbst sehr gut drauf ist, fast alles trifft und sich auf dem Platz einfach wohlfühlt. An anderen Tagen wiederum geht so gut wie überhaupt nichts. Alles könnte man jetzt auf den Schläger schieben, hat aber tatsächlich nichts damit zu tun. Wenn man deswegen an mehreren Tagen mit dem gleichen Racket auf den Platz geht, so spielt man im Regelfall an „guten“ wie auch an „schlechten“ Tagen und kann sich danach erst ein Urteil erlauben. Ich hatte schon Kunden, die trotz regelmäßigem Spielen mehr als 6 Monate gebraucht haben, um sich tatsächlich darüber im Klaren geworden zu sein, dass dieser Schläger auch der richtige für sie ist.

Ich selbst habe beim letzten Wechsel zum WILSON (K)obra Tour im letzten Frühjahr die gleiche Erfahrung gemacht. Grundschläge und insbesondere Rückhand sowie Volley und Schmetterball waren eigentlich schon nach wenigen Stunden recht zufriedenstellend. Probleme bereitete die komplette Sommersaison über aber der Aufschlag, der einfach nicht konstant kam und für den Gegner sehr leicht auszurechnen war. Erst zu Beginn der Wintersaison merkte ich so langsam, dass sich dieser Schlag auch plötzlich stabilisierte und ich nun auch Variationsmöglichkeiten damit hatte. Jetzt weiß ich ganz sicher, dass dieser Schläger derzeit genau das richtige Racket für mich ist.                

Mannschafts- und Ranglistenspieler

Für diesen Personenkreis gilt im wesentlichen genau das, was im vorherigen Abschnitt unter „Hobbyspieler“ geschrieben wurde.

Der Unterschied dürfte aber darin bestehen, dass ein Mannschafts- oder Ranglistenspieler schon über eine gewisse Erfahrung verfügt und für sich selbst einschätzen kann, welcher Schlägertyp (Schlagflächengröße, Schlägerlänge, Rahmenbreite, Anzahl der Längs- und Quersaiten usw.) überhaupt in Betracht kommt. Dann muss er sich aber auch der Mühe unterziehen, im Rahmen dessen einfach nur auszuprobieren. Von jedem Schlägertyp gibt es wiederum eine ganze Menge Schläger verschiedenster Hersteller, die vielleicht von der Optik her relativ gleich aussehen, wo man aber auch darauf schauen sollte, aus welchen Materialien z. B. der Rahmen hergestellt und wie hoch das Gewicht des Schlägers  ist.

Ganz wichtig dürfte es für den Mannschafts- und Ranglistenspieler sein, wie groß die Anzahl der Längs- und Quersaiten beim Tennisrahmen ist. Je engmaschiger ein Schläger ist (z. B. 18 Längs- und 20 Quersaiten bei einem Schläger mit ca. 630 cm² Trefferfläche), desto geringer ist im Regelfall die Beanspruchung und Abnutzung der Tennissaite. Dies ergibt im Normalfall eine höhere Haltbarkeit der Saite. Ist ein Schläger ziemlich großmaschig (z. B. 16 Längs- und 18 oder 19 Quersaiten bei einem Schläger mit ca. 710 cm² Trefferfläche), so wird die Tennissaite natürlich deutlich mehr beansprucht und die Haltbarkeit wird kaum noch so groß sein. Natürlich ist dies auch immer von der Spielart abhängig, mit der der Akteur zur Sache geht. Ein Spieler, der fast ausschließlich Topspin spielt, hat in der Regel einen deutlich höheren Saitenverschleiß. Wenig neue Bespannungen wird im Gegensatz dazu ein Spieler brauchen, der sogenannte „gerade“ Schläge spielt.

Für einen ausgesprochenen Topspinspieler ist es sehr nützlich, wenn der Saitenabstand im Bespannungsmuster größer ist. Ein Ball, der auf einen solchen Schläger trifft, nimmt den Spin wesentlich stärker und „schärfer“ an, wie dies bei einer engmaschigen Bespannung der Fall ist. Hier muss jeder Spieler für sich selbst eine eigene Entscheidung treffen und irgendwo wahrscheinlich auch einen Kompromiss eingehen müssen.

 

ANMERKUNG

Bei meiner Firma lassen seit der Gründung im Jahre 1991 Mannschafts- und Ranglistenspieler aus fast allen Spielklassen des Bezirks und Verbands, von der Kreisklasse bis hin zur Württembergliga, ihre Schläger bespannen. Trotzdem kann ich keine allgemein gültige Aussage darüber machen, welche Zielgruppe in etwa welche Schlägertypen spielen. Ich habe da schon riesige Überraschungen erlebt, wenn Oberligaspieler mit „Aldi“-Schlägern ankamen oder ziemliche Anfänger mit einem Rahmen, den eigentlich sonst fast nur „Profis“ spielen. Und das Beste ist dabei, dass diese Spieler bzw. Spielerinnen mit ihrem Schläger auch noch relativ gut treffen! Dies unterstützt eigentlich meine Annahme, dass man sich wirklich an einen Schläger gewöhnen kann, wenn man sich nur eine gewisse Zeit dafür lässt. Man muss auch noch hinzufügen, dass viele Spieler eine sog. „Lieblingsmarke“ haben und fast ihre gesamte Laufbahn dieser Marke treu bleiben. Richtige Profis nehmen dies aber gar nicht so ernst und wechseln ihre Schlägermarke häufiger, offenbar aber auch je nachdem, wer ihnen am meisten dafür bezahlt. Hierbei sollte man aber erwähnen, dass sich die Schlägerformen verschiedener Hersteller immer mehr angleichen und manche fast „baugleich“ aussehen.

Fazit

Zunächst muss ich mir einmal darüber klar werden, welchen Zweck der Schläger für mich erfüllen soll. Wenn ich dann auch noch weiß, was ich für den Rahmen ausgeben möchte, so habe ich schon Hinweise darauf, zu welchem Racket die Tendenz geht. Und dann heißt es nur noch, so oft und so lange wie möglich zu probieren.

Ein guter Händler oder Schlägerverkäufer lässt ihnen dazu auch die notwendige Zeit, wird sie sicherlich auch umfassend beraten und mit ihnen den Schläger finden, mit dem sie zufrieden sind. Bedenken sie aber immer, dass dies durchaus ein paar Wochen oder sogar Monate dauern kann. Letztlich zahlt sich diese Wartezeit jedoch aus. Es ist immer von Vorteil, wenn man nach den Medenspielen (in Baden-Württemberg also ab August eines Jahres) mit dem Testen anfängt. Bis ins Frühjahr hat man dann genügend Zeit.

 

 

                                                              wird fortgesetzt

 

 

 



tennis-gerold@freenet.de